Laufend

No Longer Art : Salvage Art Institute

Bis 25.02.18

Ausstellung kuratiert von Elka Krajewska (Gründerin Salvage Art Institute NYC) und Mark Wasiuta (Columbia University NYC)
Ausstellungsdesign von Elka Krajewska, Mark Wasiuta und Adam Bandler
Assistenz Matthew Wagstaffe und Pedro Neves Marques (SAI Team)

Eröffnung und Vortrag
Samstag, 11. November 2017, 19.00 Uhr
Vortrag von Elka Krajewska und Mark Wasiuta, 20.00 Uhr

Ausstellung
Sonntag, 12. November 2017 bis Sonntag, 25. Februar 2018

 

Salvage art (wörtlich: Bergungs/Altstoff/Abwrack-Kunst), ist ein Begriff aus der Sprache der amerikanischen Kunstversicherungen und bezeichnet solche Artefakte, die durch absichtslose und irreparable Beschädigung ihren Status als Kunstwerk verloren haben. Das von der Künstlerin Elka Krajewska gegründete Salvage Art Institute in New York widmet sich diesen mit Totalschaden deklarierten Werken, archiviert und stellt sie aus – und schafft damit gleichzeitig eine Plattform, die die Festlegung von finanziellen, ästhetischen und sozialen Werten von Kunst zur Diskussion stellt.

Die Ausstellung No Longer Art, die Bestände aus dem Archiv des Salvage Art Institute präsentiert, ist zum ersten Mal in Deutschland zu sehen. Die von Krajewska und Wasiuta unter Beteiligung der AXA Art Insurance Corporation entwickelte Ausstellung beschäftigt sich mit einer für Versicherungen typischen, rechnerischen Logik: Einmal als Totalschaden deklarierte Kunst ist nach Auszahlung der Schadensersatzleistung offiziell wertlos. Die Objekte landen im Niemandsland der Kunstwelt, existieren für Markt, Galerien und Museen nicht mehr, sind aber oftmals noch relativ unbeschädigt. Befreit von permanenter Bewertung und der Verpflichtung als Ware, wird die salvage art in den Lagern der Versicherungen meist ihrem Vergessen ausgesetzt. Die Ausstellung bringt sie unter neuem Vorzeichen – als no longer art Objekte – wieder zum Vorschein und hinterfragt damit gleichzeitig wie eng unsere Wahrnehmung von Kunst an den Wert gekoppelt ist, der diesen vom Markt zugewiesen wird.

Über Elka Krajewska
Die in Warschau geborene Elka Krajewska lebt in New York und ist Vorstand und Gründerin des Salvage Art Institute. Als Künstlerin arbeitet sie mit unterschiedlichen Medien wie Film, Skulptur und Musik. Ihre oft kollaborativen Arbeiten basieren sowohl auf biographischen Elementen als auch auf zeitgenössischen und kunsthistorischen, interdisziplinären Strategien.

Über Mark Wasiuta
Mark Wasiuta ist Kurator, Publizist und Architekt. Er lehrt an der GSAPP Columbia University und ist Co-Direktor des Programms Critical, Curatorial and Conceptual Practices in Architecture. Seit einigen Jahren entwickelt Wasiuta Forschungs- und Archivausstellungen wenig erforschter Sujets der Nachkriegszeit. Mit seinem langjährigen Rechercheunterfangen Collecting Architecture Territories und Kollaborationen wie No Longer Art widmet er sich außerdem entscheidenden Schnittstellen zwischen Kunst und Architektur.

Die Ausstellung No Longer Art: Salvage Art Institute wurde von Elka Krajewska und Mark Wasiuta konzipiert und von GSAPP exhibitions (Columbia University Graduate School of Architecture Planning and Preservation) produziert. Nach Stationen in der Arthur Ross Architecture Gallery in New York (2012) und dem Neubauer Collegium for Culture and Society der University of Chicago (2015), wird die Ausstellung nun im BNKR in München als Teil von Stop making sense, it’s as good as it gets. gezeigt: ein Programm von Ludwig Engel und Joanna Kamm, das aus der Lektüre des Romans Satin Island von Tom McCarthy entstanden ist. Das Buch erzählt von der Unmöglichkeit im Präsens anzugelangen, von dem Scheitern des Schreibens eines ‚Großen Berichts’ der Gegenwart. Dem Gedanken folgend, werden Künstler, Schriftsteller, Architekten, Theoretiker und Wissenschaftler eingeladen, ihre Vorstellungen von Zeit in unterschiedlichen Formaten zur Diskussion zu stellen.

SAI_EH_0033-E701_“No Longer Art: Salvage Art Institute“ (12.11.17-25.02.18) von Elka Krajewska (Salvage Art Institute NYC) und Mark Wasiuta (Columbia University NYC), BNKR München. Eine Ausstellung im Rahmen des Programms „Stop making sense, it’s as good as it gets.“ (April 2017-July 2018) kuratiert von Ludwig Engel und Joanna Kamm. Fotografie: Elias Hassos.


SAI_EH_0036-E702_“No Longer Art: Salvage Art Institute“ (12.11.17-25.02.18) von Elka Krajewska (Salvage Art Institute NYC) und Mark Wasiuta (Columbia University NYC), BNKR München. Eine Ausstellung im Rahmen des Programms „Stop making sense, it’s as good as it gets.“ (April 2017-July 2018) kuratiert von Ludwig Engel und Joanna Kamm. Fotografie: Elias Hassos.


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03_“No Longer Art: Salvage Art Institute“ (12.11.17-25.02.18) von Elka Krajewska (Salvage Art Institute NYC) und Mark Wasiuta (Columbia University NYC), BNKR München. Eine Ausstellung im Rahmen des Programms „Stop making sense, it’s as good as it gets.“ (April 2017-July 2018) kuratiert von Ludwig Engel und Joanna Kamm. Fotografie: Elias Hassos.


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04_“No Longer Art: Salvage Art Institute“ (12.11.17-25.02.18) von Elka Krajewska (Salvage Art Institute NYC) und Mark Wasiuta (Columbia University NYC), BNKR München. Eine Ausstellung im Rahmen des Programms „Stop making sense, it’s as good as it gets.“ (April 2017-July 2018) kuratiert von Ludwig Engel und Joanna Kamm. Fotografie: Elias Hassos.


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05 _“No Longer Art: Salvage Art Institute“ (12.11.17-25.02.18) von Elka Krajewska (Salvage Art Institute NYC) und Mark Wasiuta (Columbia University NYC), BNKR München. Eine Ausstellung im Rahmen des Programms „Stop making sense, it’s as good as it gets.“ (April 2017-July 2018) kuratiert von Ludwig Engel und Joanna Kamm. Fotografie: Elias Hassos.


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06_“No Longer Art: Salvage Art Institute“ (12.11.17-25.02.18) von Elka Krajewska (Salvage Art Institute NYC) und Mark Wasiuta (Columbia University NYC), BNKR München. Eine Ausstellung im Rahmen des Programms „Stop making sense, it’s as good as it gets.“ (April 2017-July 2018) kuratiert von Ludwig Engel und Joanna Kamm. Fotografie: Elias Hassos.